Während meiner langjährigen Erfahrung konnte ich feststellen, dass eine Technik oder eine Methode zwar in der Anwendung universell gültig sein können, jedoch nicht in der individuellen Reaktion, da für jeden Reiz unterschiedliche Reaktionen stattfinden die, bekanntlicherweise, die Einzigartigkeit des Seins charakterisieren..
In uns gibt es einige Elemente die allen gemeinsam sind und daher universell, auf das Besondere, das Wesen dessen was wir sind, zurückführen. Das erste dieser Elemente ist das Zuhören: des Inneren, des physischen Körpers, des Klangs und der Stimme. Wenn man anfängt zuzuhören, nimmt unweigerlich der Atem seinen Platz ein, und da es kein Leben ohne Atem gibt, ist sogar der Atem ein universelles Element, das zum Besonderen zurückführt. Der Atem ist der Überträger der Luft; durch die Luft findet die Schwingung statt, ohne die es keine Existenz geben könnte … universell und im Besonderen.
Das Zuhören, Atmen, Schwingen sind daher die universellen Elemente, die zum Ausdruck der Besonderheit, der Einzigartigkeit des Klangs, der Stimme führen. Dank dieser Elemente spiegelt die Stimme alles wieder, was „wahr“ ist, d.h. was zu einem bestimmten Zeitpunkt im ‚Körper-Geist‘ -System vorhanden ist.
Ein stressiger Tag, ein Muskelschmerz, eine aufregende Nachricht, ein Gedanke an Wut, eine starke Sorge, ein hoffnungsvolles Warten werden mittels der Schwingung erzählt, die die Luft entlang des ganzen Körpers bewegt und sich beim Austreten dem Hörer anbietet. Der Mensch besteht aber nicht aus verschlossenem Schubladendenken; unsere eigenen Zellen leben dank Austauschsystemen.
Wenn es somit stimmt, dass die Stimme von Emotionen und innerer Verklemmtheit beeinflusst wird, so können äußere Instrumente wiederum dazu beitragen, Emotionen und Verklemmtheiten zu bewegen, um zu anderen ausdrucksvollen Klängen zu gelangen. Die Möglichkeit zu haben, andere Aspekte von sich selbst in einem Büro, auf der Bühne oder in der Familie zu äußern, kann die Beziehungen und Kommunikationen authentischer gestalten.
Diese Werkzeuge stellen den aktiven Teil meiner Arbeit dar. Es handelt sich um Haltungsübungen, Atemaktivitäten, rhythmische und/oder chaotische Bewegungen, einfache Stimmübungen. Diese können, wenn sie einmal ausgeübt, trainiert und stimuliert worden sind, vor allem die Wahrnehmung von dem was in uns selbst geschieht, daraufhin dessen Verständnis und die Annahme und, letzten Endes, den körperlichen und emotionalen Wiederausgleich begünstigen.

